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Die Gerichtsverhandlung

Diese Seite wurde erstellt, um Ihre Nervosität vor etwas unbekanntem zu minimieren und Ihnen einen Leitfaden für Ihr Verhalten an die Hand zu geben. Vergessen Sie Barbara Salesch und andere Fernsehgerichte – SO läuft eine Gerichtsverhandlung nicht ab. In der Realität findet die überwiegende Anzahl der Verhandlungen auch ohne Publikum statt, selbst wenn sie öffentlich sind.
Ein guter Anwalt sucht nicht die Konfrontation, sondern einen konstruktiven Dialog mit Richter und Staatsanwaltschaft. Je unaufgeregter eine Verhandlung abläuft, desto besser kommen die für Sie positiven Argumente zur Geltung. Sollten Ihre prozessualen Rechte in Gefahr sein, so wird Ihr Anwalt zu reagieren wissen.

Eine Hauptverhandlung hat eine klare Gliederung:

1. Eröffnung durch den (vorsitzenden) Richter
2. Feststellung der Personalien des Angeklagten durch das Gericht
3. Verlesung der Anklageschrift durch den Staatsanwalt
4. (mögliche) Einlassung des Angeklagten
5. Beweisaufnahme
6. (Hier folgt manchmal eine kurze Unterbrechung, in der versucht wird, eine Übereinkunft zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu finden)
7. Plädoyer des Staatsanwalts
8. Plädoyer des Verteidigers
9. (Bei Schwurgerichten und bei schwierigen Rechtsfragen folgt hier eine kurze Beratungspause durch das Gericht)
10. Urteilsverkündung
11. Beendigung der Hauptverhandlung durch den (vorsitzenden) Richter


Verhaltenstipps für Angeklagte während der Hauptverhandlung: - Der Eindruck entscheidet mit! Tragen Sie saubere und ordentliche Kleidung wie an einem Sonntag, die eventuelle Tätowierungen abdeckt.

- Reden Sie nur, wenn Sie gefragt werden. Sie haben ausgiebig Zeit, um Ihren Standpunkt darzulegen, müssen sich aber unter allen Umständen an die Gesprächsreihenfolge halten!

- Gesprächsverschärfungen seitens des Gerichts und ohnehin solche der Staatsanwaltschaft sind Prozesstaktik – reagieren Sie gelassen.

- Entweder Sie gestehen, oder Sie schweigen. Ein Lügengebäude, das nach und nach über Ihnen zusammenbricht, ist das schlimmste, was Ihnen in bezug auf das Strafmaß passieren kann!

- Das Vorstrafenregister wird vorgelesen, nicht diskutiert! Kommentare dazu werden im Zweifel als Verstocktheit oder Uneinsichtigkeit gewertet.

- Schreiben Sie sich vor der Hauptverhandlung den Tathergang noch einmal aus Ihrer Sicht auf und geben Sie eine Kopie an Ihren Anwalt. Lernen Sie das Aufgeschriebene aber keinesfalls auswendig! So können Sie während der Verhandlung ohne Aufregung und Stottern den Tathergang wiedergeben und Ihr Anwalt weiß jederzeit, was Sie und ihn erwartet.

Notfall – Rufnummer:
Nummer für Strafrecht (Hausdurchsuchung, Verhaftung, Festnahme, etc.) Telefon: 01577-1763704

Beauftragen Sie einen Anwalt! Ich vertrete IHR Recht!

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Autor: Anwalt Hansen
Datum: Freitag, 19. März 2010 22:39
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

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